Test: Max & the Magic Marker [DS]



PurpleHills Entertainmen bringt mit „Max & the Magic Marker“ ein Run, Jump, Think and Draw-Spiel auf den Markt, in dem man seine grauen Zellen und Reflexe wieder in Bewegung setzen muss. Was genau euch erwartet, erfahrt ihr in unserem Test:

Story:
Max, ein kleiner Junge der besonders gern und viel malt, findet eines Tages einen mysteriösen Brief in der Post. Lediglich ein Marker ist im Brief vorzufinden. Sofort macht sich Max ran ans Malen. Als er ein böses Monster mit dem Marker kreiert, erwacht dieses plötzlich zum Leben und sucht Max’ Bilderwelt heim. Um dem Ungeheuer ein Ende zu bereiten und die Gobos von der Tyrannei des Bösewichts „Mustacho“ zu befreien, sieht Max nur eine Lösung: Er muss sich selbst in die Bilderwelt bringen -mithilfe des Markers.

Gameplay:
Insgesamt gibt es 3 Welten, da Mustacho von einen Bilderstapel auf den anderen springt, die in verschiedene Ebenen unterteilt sind. Ihr schlüpft in die Rolle des jungen Max, bewaffnet mit einem Filzstift rennt und springt ihr durch die gezeichnete Fantasiewelt. In „Max & the Magic Marker“ gibt es viele unterschiedliche Level und Welten, die alle sehr vielfältig sind. Da ihr Max als lebendig gewordene Zeichnung spielt, warten auf eurem Weg durch die verschiedenen Ebenen so einige Tücken, schließlich ist der „Zeichen-Max“ nicht wind- und wetterfest. Fallt ihr also in einen Fluss oder trefft auf Regen, so löst ihr euch auf. Der „Zeichen-Max“ ist nicht gerade der Taffste und sehr anfällig, sodass ihr schon bei Kleinigkeiten zusammenbrecht. Um dies zu verhindern macht ihr euch einen kleinen Trick zu nutzen: Die Magie des Markers. Mit eurem Touchpen, der euch als Magic Marker dient, könnt ihr in das Geschehen eingreifen und versuchen durch kreative, aber auch einfältige Zeichnungen wie Striche, Kreise und ähnlichem, dem „Zeichen-Max“ auf seinem Weg zu helfen. Doch Vorsicht: Ganz so einfach, wie es sich anhören mag, ist es nicht! Höhere Ebenen könnt ihr zwar durch das Zeichnen von Treppen erreichen oder durch einen langen Strich ein brettartiges Floß erschaffen, mit dem Max auf die andere Seite kommt, da es sich dabei aber um einfache Striche handelt, können diese auch sehr einfach umkippen. Gleichgewichtssinn spielt auch hier eine Roll, denn agiert und lenkt ihr Max nicht schnell genug über eine Konstruktion, kann dieser davon herunterfallen. Und wenn man dies dann endlich gemeistert hat, perfekte Übergänge zu malen, ja dann geht einem dann auch noch die Tinte aus. Glücklicherweise, könnt ihr eure Zeichnungen auch wieder löschen und somit einerseits Tinte zurückzugewinnen und andererseits an einigen Stellen wieder herauszukommen. Aufgefallen ist uns hierbei, dass Max nicht nur gerne an den selbst kreierten Doodles und Strichen hängen bleibt, sondern auch, dass diese nur allzu gern einbrechen. Hinzu kommt, dass die Tinte meistens kaum reicht. Dies hängt an einigen Stellen damit zusammen, dass euch der böse Kapitän Mustacho an jedem Kontrollpunkt die Tinte mit einem Staubsauger stiehlt. Ebenso verliert ihr auch Leben an die verhexten Gobos. Doch keine Sorge, die Gobos lassen sich einfach von Mustacho unterscheiden. Zwar sieht auch er aus wie eine Aubergine, aber an seinem unverkennbaren Römerhelm und seinem fiesen Staubsauger sowie an seinem Schnurrbart, ist er unverkennbar. Die verhexten Gobos könnt ihr jedoch glücklicherweise verschwinden lassen, in dem ihr von oben herab einen schweren Gegenstand fallen lässt, den ihr malen könnt. Eins gibt es hierbei aber zu beachten, denn es macht einen Unterschied, ob ihr ein Kreis oder ein ausgemalter Kreis malt. Der Ausgemalt bringt nämlich mehr auf die Wage. Im Entwurfsmodus kann jede Aktion des Spiels gestoppt, jedoch kann aber trotzdem weiter gezeichnet und verändert werden. So kann man den Durchblick wieder zurückgewinnen und Herr über die Tinte werden. Und solltet ihr dann mal Unterwegs sein, kann das Spiel pausiert werden.

Steuerung:
Die Steuerung ist ein ständiges Abwechseln zwischen dem Steuerkreuz, welches ihr zum Laufen benötigt, und dem Touchpen, womit ihr zeichnet. Sehr nervig kann es werden, wenn man den Touchpen andauernd wegpacken beziehungsweise weglegen muss, da auch die Aktionstasten ihren Dienst leisten. So wäre es vielleicht wünschenswert gewesen, dass man auch mit dem Touchpen hätte lenken können. Schließlich ist der Nintendo DS auch dazu fähig. An dieser Stelle aber ein besonderes Lob an die Macher, da man die Steuerung auch für Linkshänder einstellen kann.

Grafik:
Eine sehr bunte Welt, mit abwechslungsreichen Hintergründen, die deutlich die „Scribbles“ von Max hervorstechen lässt. Teilweise wirkt das ganze auf dem Nintendo DS etwas verpixelt.

Sound:
Heitere Musik, die zudem spannend wirkt, begleitet uns während des Spiels, welche Level zu Level wechselt. Nur manchmal ist diese hektische Musik etwas irritierend und drängt den Spieler zur Eile.

Abwechslungsreich und Kreativitätsfördernd
Steuerung angepasst für Linkshänder
Wechsel zwischen Touchpen und Steuerknöpfen unvorteilhaft
fehlende Hilfestellung

Unser Fazit:
Nerviges Abwechseln bei der Steuerung, wenig Tinte und ein weiterer verzweifelter Versuch beim Malen einer Treppe, die nicht umfällt, sowie eine Musik die einen in gestressten Situationen nicht gerade ausgleicht, sondern eher hetzt, den DS geradewegs in die Ecke zu katapultieren. Zum Trotz, Max & the Magic Marker ist ein schönes abwechslungsreiches Spiel für Unterwegs. Die Story des kleinen Max, der den bösen Mustacho verfolgt und versucht zu vertreiben erinnert uns schließlich alle an unsere eigenen kleinen Kindheitsabenteuer. Und ehrlich: Wer möchte nicht mal wieder seine Mal- und Imaginationskünste erproben? Max überzeugt Hauptsächlich durch die vielen abwechslungsreichen Level und bietet einen angemessenen Spaßfaktor, wenn man denn nicht gleich sofort aufgibt.

Daher von uns:

Vielen Dank an PurpleHills Entertainment für die freundliche Bereitstellung von „Max & the Magic Marker“ für Nintendo DS!

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