Am 18. August 2011 ist es soweit und Captain America schafft es in die Kinos. Bereits jetzt dürfen sich Fans der Marvel-Comic-Serie auf ein spannendes Abenteuer einlassen, denn SEGA bringt den amerikanischen Helden auf die Nintendo Wii. Was euch Captain America: Super Soldier so bietet, erfahrt ihr in unserem Test:
Zur Story
In der Zeit des zweiten Weltkrieges will der junge Steven Rogers sein Land, die USA, im Kampf um Frieden und Freiheit unterstützen. Allerdings fällt der schwache Steven durch die Musterung und wird somit nicht zum Kriegseinsatz zugelassen. Um dennoch seinem Land zu dienen, stellt er sich dem Versuchsprogramm „Super-Soldier“ zur Verfügung. Das mysteriöse Serum, welches Steven injiziert wurde, wirkt und macht aus ihm einen Super Soldaten – das „Super-Soldier-Programm“ funktioniert. Doch kaum ist der neue Steven von den Wissenschaftlern begutachtet, wird die Einrichtung zerstört und Steven Rogers bleibt der einzige seiner Art. So nimmt er den Kampf gegen die Hydra, die Abteilung für Hochtechnologie der Nazis, auf und will somit Frieden und Freiheit für die Welt bringen.
Gameplay
In Captain America: Super Soldier geht es nun auf zu Schloss Zemo, indem sich die Hydra-Gruppe aufhaltet und fortgeschrittene Waffen entwickelt. Ziel eurer Mission ist es, die Luftabwehr der Hydra auszuschalten und Informationen über die Machenschaften und Experimenten des Hydra-Wissenschaftler Armin Zola aufzudecken und zu sabotieren. Kaum eure Mission erhalten, schreitet ihr als Captain America Richtung Schloss Zemo. Auf eurem Weg dahin, sowie im Schloss, warten auf euch Hydra-Truppen, die euch beseitigen möchten. Hier müsst ihr, zumindest bei den ersten Truppen, nur eins tun: Schlagen, schlagen, schlagen! Im weiteren Spielablauf warten auf euch noch stärker Gegner die nicht nur mit ihrer Mannes- sondern auch mit ihrer Waffenkraft versuchen, die Alliierten aus dem Schloss zu treiben. Mit einer Kombination aus Hiebe und Tritte und eurem Schild dürfte all dies kein Problem für euch sein. Eventuell liegt es aber auch an der künstlichen Intelligenz, die den Hydra-Mitgliedern verpasst wurde, denn die Soldaten lassen sich an einigen Stellen so einfach aus tricksen, sodass sie mit Blickrichtung zur Wand ganz vergessen, wen sie vor wenigen Sekunden noch verfolgt haben. Doch vielleicht ist dies im Spiel auch extra so gewünscht, da die deutsche Wehrmacht bereits im Comic als tollpatschige Bande dargestellt wurde. Wer sich stärkere Gegner wünscht, bekommt diese nicht mit einer höheren Schwierigkeitsgrad. Dieser entscheidet hingegen nur darüber, ob die besiegten Herzen hinterlassen, die eure Energie wieder auffüllen, oder nicht.

Allerdings warten neben einfachen Hydra-Soldaten zwischendurch auch hochrangige Hydra-Mitglieder auf euch, wie beispielsweise Baron von Strucker oder Madame Hydra. Erkennt ihr die Schwachstelle dieser Gegner, habt ihr den Sieg schon so gut wie in der Tasche. Jedoch ist uns im Kampf mit Baron von Strucker ein kleiner Fehler aufgefallen: Habt ihr den Adel ein – zwei Hiebe verpasst, so kommen von rechts aus einer Tür Hydra-Truppen. Läuft ihr auf diese zu und setzt einen Hieb an, verschwinden die Hydra-Truppen plötzlich und die Musik verstummt. Nach wenigen Sekunden der Ruhe bewegt sich von Strucker und die Musik beginnt von vorn. Ebenso verstummte die Musik in unserem ersten Kampf gegen einen Berserker. Neben den Kämpfen warten auf euch einfache Rätsel, in denen ihr beispielsweise mit eurem Schild einen Laser umlenken müsst, damit euch die Tür geöffnet wird. Dies wertet den Titel etwas auf und verringert das Monotonie-Gefühl. Zudem könnt ihr euren Fähigkeiten, unterteilt in Kampf-, Schild- und Cap-Verbesserungen, aufwerten. Hierfür müssen Erfahrungspunkte gesammelt werden, die ihr bekommt, indem ihr Gegner besiegt, Kisten zertrümmert, Kriegsgefangene befreit oder aber die Einrichtung verwüstet. Extras, im Sinne von Charakter-Guide, Skizzen und Caps Kostüme, bietet der Titel euch auch. Für besondere Leistung, wie etwa bei der Absolvierung der Zola-Herausforderung, die an verschiedenen Stellen im Spiel auf euch warten, werden diese freigeschaltet. Ein kleiner Fehler sei am Ende noch angemerkt: Cap bewegt sich an einigen Stellen, wie etwa an Treppen, etwas zäh.
Steuerung
Captain America: Super Soldier unterstützt leider nur die Nunchuk-Methode. Diese ist zwar nicht schlecht und bereitet auch keine Probleme, allerdings über eine Unterstützung des Classic Controller hätten wir uns gefreut. Mit der A-Taste springt ihr, mit der B-Taste greift ihr an, mit der Z-Taste kontert ihr und mit der C-Taste oder indem ihr den Nunchuk schüttelt werft ihr euren Schild. Dies sind die wichtigsten Tasten im ganzen Spiel. Neben diesen müssen noch der Joystick des Nunchuk, um zu laufen, und die WiiMote, um die Richtung zu wählen, in die ihr euer Schild werft, benutzt werden. Große Probleme solltet ihr keine haben. Ab und an warten auch noch Quick Time Events auf euch. Hier müsst ihr dann entweder WiiMote und Nunchuk gemeinsam oder aber jeweils einzeln schütteln.
Grafik
Eins können wir sagen: Die Abteilung für hochwertige Grafik aus dem Hause High Voltage Software war an diesem Titel nicht beteiligt. Im Allgemeinen ist die Grafik des Titels sehr schwammig, sowohl das Level- als auch das Charakterdesign. Der quietschig-bunte Comic-Look, der dem Titel verpasst wurde, soll wohl die jüngeren Fans von Captain America ansprechen. Von dieser Leistung werden nicht nur alte Marvel-Hasen alles andere als begeistert sein. Hier hätte man sich mehr ins Zeug legen müssen.
Sound
Was den Sound betrifft, so hat Captain America: Super Soldier schon mehr zu bieten. Störend sind jedoch die Musikaussetzer an einigen Stellen, wie etwa während einem Kampf mit einem Berserker. Ebenso stört uns, dass die Synchronisation nicht immer auf die Animationen der Charakter treffen. Hier hat jemand wohl schnell fertig werden wollen oder müssen. Eine positive Bewertung für diese hoppla-hopp Arbeit gibt es von uns nicht.

unkomplizierte Steuerung
gute Bosskämpfe
einige Fehler
schlechte Grafik
Unser Fazit
Captain America: Super Soldier zeigt auf der Nintendo Wii eine schwache Leistung und kann so nicht ganz überzeugen. Auch wenn ihr euch in den neun Level, in denen ihr als Captain America den Kampf gegen die Hydra aufnimmt, einfach nur durchprügelt, so können die kurze Story, die simplen Rätsel sowie die Bosskämpfe den Titel noch etwas heben. Allerdings finden sich im Titel kleine Fehler, seien es die Musikaussetzer oder aber das zähe Treppensteigen, die den Titel wieder in den Keller ziehen. Ob nun Gameplay, Grafik oder Sound, alles wirkt so, als ob man den Titel heute bestellt, allerdings gestern schon benötigt hätte. Ob man nun 30,- Euro für diesen Titel zahlen soll oder nicht, sollte jeder mit sich selbst aus machen. Wir warten auf die Nintendo 3DS-Fassung des Titels die im Oktober 2011 erscheinen soll und hoffen, dass wenigsten hier sauber gearbeitet wurde.

Vielen Dank an SEGA für die freundliche Bereitstellung von „Captain America: Super Soldier“ für Nintendo Wii!



