Test: The Legend of Zelda – Ocarina of Time 3D [3DS]



Als vor 13 Jahren „The Legend of Zelda: Ocarina of Time“ für die Nintendo 64 erschien, war die Videospielwelt begeistert. Das damals neuste Abenteuer des tapferen Helden in grünem Gewand gilt seither nicht nur unter Fans als das beste Zelda-Spiel aller Zeiten und als Meilenstein der Videospielgeschichte. Jetzt im Jahr 2011 veröffentlichte Nintendo das Meisterwerk, passend zum 25-jährigen Jubiläum der Reihe, erneut in überarbeiteter Grafik und komplett in 3D. Ob Link’s legendäres Abenteuer die Spieler heute immer noch so in seinen Bann ziehen kann wie damals könnt ihr hier erfahren, in unserem Test zu „The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D“ für den Nintendo 3DS!

Das Gameplay

An der Story hat sich beim Remake nichts geändert: Eigentlich sollte der Tag an dem der kleine Kokiri-Junge Link endlich seine Fee erhält ein Grund zur Freude sein, doch der Deku-Baum, der Wächter des Waldes, berichtet Link von einer Gefahr die das ganze Königreich Hyrule bedroht und beauftragt ihn damit das Land zu retten.

tlozoot3d_02

So stürzt ihr euch wie bei einem Zelda-Titel gewohnt, Anfangs nur mit Schild und Schwert ausgerüstet, ins Abenteuer. Mit der Zeit werdet ihr viele verschiedene Items finden und diese auch häufig benutzen müssen um an Hindernissen vorbei zu kommen, knifflige Rätsel zu lösen und natürlich dem ein oder anderen Gegner den Garaus zu machen. Die kunterbunte Mischung aus Items und Objekten reicht von Bumerang über Bomben bis hin zu Schwimmflossen. Das wohl wichtigste und namensgebende Item in Ocarina of Time ist natürlich die Okarina. Dieses magische Musikinstrument eröffnet euch einige Möglichkeiten. Mit ihr könnt ihr in Kontakt mit eurer Freundin Salia treten, die Tageszeit verändern oder sogar durch die Zeit reisen. Vorausgesetzt natürlich ihr kennt die richtigen Musikstücke. Diese sind in ganz Hyrule versteckt und müssen gefunden oder euch von anderen Personen beigebracht werden. Abgesehen davon müsst ihr natürlich RPG-üblich ins Gespräch mit Dorfbewohnern und anderen NPC’s kommen um wichtige Hinweise zu erhalten, die für ein erfolgreiches bestehen eures Abenteuers unabdingbar sind. Eingefleischte Zelda-Fans werden es natürlich bereits wissen; wie von der Reihe gewohnt macht auch Ocarina of Time gebrauch vom „Oberwelt-Dungeon-Prinzip“. Das heißt, ihr müsst immer wieder in Tempel, die im Innern ein in sich abgeschlossenes Level sind. Habt ihr den Richtigen weg durch den Tempel gefunden und den jeweiligen Endgegner besiegt könnt ihr den Tempel verlassen und die Reise kann weiter gehen. Während die ersten drei Tempel noch ziemlich simpel gehalten sind und mehr der Einleitung dienen, werden die übrigen bedeutend anspruchsvoller. (Fast) immer mit Rat und Tat zur Seite steht euch eure ständige Begleiterin, die kleine Fee Navi. Kommt ihr mal nicht weiter gibt sie euch nützliche Tipps und Hinweise. Außerdem fliegt sie automatisch auf bestimmte Gegenstände oder Schilder zu, die ihr euch ansehen solltet.

Doch was ist eigentlich neu am Remake? Nun optisch gesehen ist auf jeden Fall das neue Menü zu erwähnen. Die Texturen sind klarer und das Menü an sich ist deutlich übersichtlicher aufgebaut als im Original. Auch fällt es nun wesentlich leichter zwischen verschiedenen Items Hin und Her zu wechseln. Die Steuerung und Knopfbelegung wurde natürlich dem 3DS angepasst und ist durchweg gelungen. Beim Zielen mit Distanzwaffen gibt es nun auch die Möglichkeit dies per Bewegungsteuerung zu tun. Diese ist allerdings etwas unausgereift und funktioniert nur sehr umständlich. Doch zum Glück ist diese nicht zwingend, Anhänger traditioneller Steuerungsmethoden können also auch ganz klassisch mit Knopfsteuerung zielen. Auch neu sind die Hilfen für Anfänger und Neueinsteiger. In Hyrule sind nun magische Steine verteilt, die euch mit Hilfe von Visionen (kleinen Videosequenzen) zeigen, was ihr als nächstes tun müsst um weiter zu kommen. Eine weitere Hilfe wurde im Wassertempel eingebaut. Dieser Tempel gilt unter vielen Fans als einer der schwierigsten überhaupt. Nun hat Nintendo verschiedenfarbige „Leitlinien“ eingebaut, die die Orientierung in besagtem Tempel etwas erleichtern sollen. Wer das Original bereits gespielt hat wird sich an die meisten Tempel noch erinnern können, darum ist es schade dass der Masterquest-Modus, bei dem es sich im Prinzip um einen höheren Schwierigkeitsgrad handelt, erst anspielbar ist, sobald das Spiel einmal durchgespielt wurde. Last but not least gibt es nun erstmals die Möglichkeit gegen besiegte Endgegner erneut antreten zu können.

tlozoot3d_04

Die Grafik

Die von Nintendo extra für dieses Remake überarbeitete Grafik überzeugt vom ersten Augenblick an, vor allem Hyrule-Stadt profitiert davon und wirkt nun viel bunter und lebendiger. Auch der 3D-Effekt ist sher gut gelungen und verleiht dem Spiel einen zusätzlichen Reiz ohne den Charme des Originals zu zerstören. Will man einen Vergleich zu den bisher veröffentlichten 3DS-Games ziehen, sind wir der Meinung, dass der 3D-Effekt noch nie so toll gewirkt hat.

Der Sound

Musikalisch hat sich The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D im Vergleich zur N64-Variante nicht verändert, überzeugt aber mit seinen charakteristischen Melodien und Sounds heute genauso wie damals.

übersichtlichere Menüs
bisher bester 3D-Effekt
bewegungsorientiertes Zielen unausgereift
„Master Quest“-Modus erst nach einmaligen Durchspielen auswählbar

Das Fazit

The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D könnte ebenso gut ein gerade erst komplett neu erschienenes 3DS-Game sein. Nintendo hat den Videospielklassiker mit Liebe zum Detail an heutige Standards angepasst. Gelungene Grafik und ein exzellenter 3DS-Effekt runden das ganze ab. Es steht seiner Vorlage in nichts nach und weiß heute noch genauso zu begeistern wie damals.

Vielen Dank an Nintendo, für die freundliche Bereitsstellung von “The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D” für den Nintendo 3DS!

Kommentar schreiben

*