„Haben Sie die Klonkriege mitgemacht?“ dieser Satz den Luke Skywalker im ersten Star Wars-Film von 1977 sagte bildet die Grundlage für die Ära der Klonkriege, die in der TV-Serie Star Wars: The Clone Wars behandelt werden. Nachdem LEGO bereits alle sechs Kinofilme erfolgreich als Videospiele adaptiert hat, wird sich nun im dritten Teil der LEGO Star Wars-Reihe besagter Animationsserie angenommen. Ob sich die Mühe gelohnt hat erfahrt ihr in unserem Test zu „ LEGO Star Wars III: The Clone Wars“ für Nintendo Wii!
Das Gameplay
Die Handlung beginnt auf dem Höhepunkt von Star Wars Episode II, bei der Schlacht von Geonosis. Senatorin Padmé Amidala und die Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker sollen auf diesem unliebsamen Planeten in einer Arena hingerichtet werden, doch zum Glück wissen sie sich zu helfen und Unterstützung ist auch schon unterwegs. In diesem ersten Level werden euch die Steuerung und das Spielprinzip erklärt. Der wohl wichtigste Bestandteil: Schlägt oder schießt so lange auf die vielen Gegner ein, bis diese nur noch ein Haufen am Boden liegende LEGO-Steine sind, im wahrsten Sinne des Wortes! Denn wie bereits von vielen LEGO-Umsetzungen diverser Filmvorlagen gewohnt bestehen sämtliche Charaktere aus eben diesen Steinchen. Nachdem dieses Tutorial abgeschlossen ist beginnt das eigentliche Spiel.
Ihr befindet euch nun an Bord der Resolute, einem republikanischen Raumschiff, das euch von nun an als Basis dient. Der wichtigste Ort auf der Resolute ist der Kontrollraum, in welchem ihr von einem Computerterminal aus einzelne Level, dargestellt als Planeten, auswählen und starten könnt. Jedes dieser Level basiert auf einer Folge von Star Wars: The Clone Wars und trägt sogar den selben Namen, wie die jeweilige Folge auf der das Level basiert. Da es keine festgelegte Reihenfolge gibt, in der die Level gespielt werden müssen hat man die Freiheit verschiedenen Handlungssträngen (jeder Handlungsstrang besteht aus sechs Leveln) zu folgen. Zum Beispiel der Handlung um „Count Doku“, „Asajj Ventress“ oder „General Grievous“. Das Spielprinzip ist zwar immer noch das gleiche, wie in den Vorgängern, ihr kämpft euch zusammen mit einer KI oder einem Freund (Splitscreen) durch nachgebaute Srar Wars-Settings zerlegt dabei Gegner in ihre Einzelteile und sammelt Münzen, allerdings gibt es in LEGO Star Wars III zahlreiche, sehr gelungene, Verbesserungen. Nun könnt ihr euch, statt wie bisher nur mit einer Handvoll Gegnern, mit ganzen Armeen messen. Das sieht nicht nur optisch gut aus, sondern mach auch richtig Spaß. Ihr könnt auch mit dem Lichtschwert Löcher in Wände schneiden oder mit Hilfe der Macht gegnerische Druiden für euch arbeiten lassen. Neben diesen „normalen“ Levelabschnitten gibt es noch zwei andere Arten. Zum einen gibt es die Weltraumschlachten, in denen ihr in einem kleinen Raumschiff unterwegs seid und mit Hilfe von Lasergeschossen feindliche Ziele zerstören müsst. Dann gibt es noch die Bodenschlachten bei der mehr Taktik, als Fähigkeiten mit dem Blaster oder Lichtschwert gefragt ist. Ihr müsst hier nämlich feindliche Bereiche mit Hilfe eurer Klonarmeen einnehmen. Das Schlachtfeld ist in mehrere Basen aufgeteilt, blau: eigene Basen, rot: feindliche Basen, dort müssen dann Ressourcen gesammelt, neue Truppen herbeordert und diverse Kriegsmaschinerie gebaut werden. Das alles ist allerdings nicht umsonst, also müsst ihr sehr darauf achten immer genügend Münzen zu haben um euer Vorgehen zu finanzieren. Zwar sind die Bodenschlachten nicht so ausgereift wie in darauf spezialisierten Strategiespielen, dafür sind sie aber ein gelungener Teil des Gesamtkonzepts von LEGO Star Wars III. In diesem darf natürlich auch ein gewisser Sammelfaktor nicht fehlen. Neben den schon erwähnten Münzen gibt es noch diverse anderes Zeug das eingesammelt oder freigespielt werden will, z.B. Charaktere oder Goldene Bausteine. Auch auf der Resolute selbst gibt es noch so einiges zu entdecken.

Die Steuerung war ein großer Kritikpunkt an den ersten beiden LEGO Star Wars-Titeln. Zum Glück wurden auch hier spürbare Verbesserungen durchgeführt, so dass sich nun alles problemlos mit Wii-Remote und Nunchuk steuern lässt. Einzig die Kameraführung trübt an so mancher Stelle den Spaß.
Die Grafik
Liebevoll animierte Charaktere und detailreiche Schauplätze zeichnen den dritten Teil der LEGO Star Wars-Reihe aus. Im Vergleich zu den Vorgängern hat sich einiges getan; alles wirkt wie aus einem Guss. Die Lauftexte sehen grafisch sogar noch besser aus als in The Force Unleashed und könnten direkt aus den Filmen stammen. Auch die Zwischensequenzen die die Handlung erläutern und zugleich, dank des typischen LEGO Humors, auflockern sind rundum gelungen.
Der Sound
Die Hintergrundmusik besteht zum Teil aus Originalstücken von John Williams und werden durch die von Kevin Kiner, für die Animationsserie Stücke ergänzt. Das Spiel selbst hat zwar keine richtige Sprachausgabe, doch für die laute die die Charaktere von sich geben wurden die original Synchronsprecher der Serie engagiert.
Typischer LEGO Humor
Sehr gelungene Bodenschlachten
Teilweise nervige Kameraführung
Kein Online-Modus
Das Fazit
Dieses Action-Adventure macht wahrlich nicht viel falsch. Auch noch vielen Stunden Spielzeit verliert man nicht die Lust am weiterspielen. Die Verbesserung gegenüber älteren LEGO-Spielen ist mehr als deutlich und ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass LEGO Star Wars III: The Clone Wars das beste bisher erschienene LEGO-Spiel ist. Für alle die sich nicht von der LEGO-Optik abschrecken lassen und dem Star Wars-Franchise nicht völlig abgeneigt sind ist dieses Spiel sehr zu empfehlen.

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung von „LEGO Star Wars III: The Clone Wars“ für Nintendo Wii!



